Herbstlese2021-10-12T14:02:09+02:00

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rudolf Welser

liest Kurioses aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und juristischen Lehrbüchern


Das Recht will nicht lustig sein. Es ist im besten Fall richtig und gerecht, manchmal unverständlich, streng und unerbittlich, sogar schikanös und ungerecht. Fast jeder hat damit böse Erfahrungen gemacht.

Das Recht kann aber unfreiwillig lustig sein, recht lustig sogar: wenn es alles und jedes regeln will und dabei vor Nachthemden, dem Legegegacker von Hennen, der Krümmung von Gurken und den Knopflöchern des Richtertalars nicht halt macht; wenn´s obergescheit und bis auf das i-Tüpferl genau sein will und dabei die Sprache Purzelbäume schlägt. Prof. Welser hat eine Sammlung solcher juristischer Merkwürdigkeiten in sieben Büchern veröffentlicht: kuriose, aber echte Gesetze und Gerichtsurteile und Texte aus Lehrbüchern. Es handelt sich also nicht etwa um „Anekdoten“, um das „Amtsdeutsch“ oder um Juristenwitze, sondern nur um „echtes Material“, dessen Vortrag oft lustiger ist als jedes Kabarett.

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rudolf Welser, einer der bekanntesten Juristen Österreichs und Autor des berühmten Lehrbuchs „Koziol/Welser“, war fast 40 Jahre Vorstand des Instituts für Zivilrecht der Universität Wien und leitet jetzt eine Forschungsstelle für Privatrechtsentwicklung an dieser Universität.


Am MITTWOCH, dem 10.11.2021 um 18 UHR
im Refektorium des Franziskanerklosters, Franziskanerplatz 4, 1010 Wien
mit Aperitif und Agape


Für das Komitee Juristenmesse:

em. RA Dr. Benedikt Spiegelfeld, Dr. Stephanie Merckens, RA Mag. Wolfgang Ruckenbauer

Es gelten die jeweils aktuellen Corona-Bestimmungen | u.A.w.g. unter 01 533 56 50 bzw. www.juristenmesse.at

Anmeldung zur Herbstlese 2021

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    (Hl. Messe im Juni/ Herbstlese im November)
    eingeladen werden möchten.

    „NIE HABE ICH GEDACHT, EINER SACHE ZUZUSTIMMEN, DIE GEGEN MEIN GEWISSEN WÄRE!“

    Als der englische Lordkanzler Thomas Morus 1535 den Eid auf die neue Verfassung verweigert, die König Heinrich VIII. anstelle des Papstes zum Oberhaupt der Kirche macht, wird er eingekerkert und am 6. Juli auf dem Schafott hingerichtet. 400 Jahre später spricht Papst Pius XI. den unbeugsamen Staatsmann gemeinsam mit seinem Schicksalsgefährten Kardinal John Fisher heilig.

    Weitere 35 Jahre später, am 21. Juni 1970, wird in der Thomas Morus und John Fisher geweihten Wiener Schafbergkirche die erste „Juristenmesse“ gefeiert – damals auf Einladung der Jus-Professoren Graßberger, Plöchl, Schima und Verdroß-Droßberg, später unter der Federführung des VwGH-Präsidenten Hubert Raschauer.  2006 wurde die Initiative durch seinen Neffen, Univ.-Prof. Bernhard Raschauer, wiederbelebt. Seit 2018 wurde sie vom neugegründeten „Komitee Juristenmesse“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Gerhart Holzinger (VfGH-Präsident 2008-2017) veranstaltet. Im Hebst 2020 folgte ihm Dr. Benedikt Spiegelfeld (CERHA HEMPEL Rechtsanwälte) nach. Im Jahr 2020 konnte die hl. Messe aufgrund der besonderen Umstände nur im Livestream übertragen werden, der von Missio in deren Hauskapelle (1010 Wien) bereitgestellt wurde. Um die Innenstadtnähe zu bewahren, wird dieses Jahr (2021) die hl. Messe in der Franziskanerkirche (1010) Wien gefeiert.

    „Gewalt und Macht gehen niemals vor Recht und Wahrheit.“ Diese Worte des Hl. Thomas Morus, die auf dem Glasfenster der Schafbergkirchen-Empore verewigt sind, stehen für eine ethische Grundhaltung, die auch heute der Maßstab für ein christlich geprägtes Rechtsdenken ist. Diese Werte bewusst zu halten und durch sie den Rechtsstaat zu gestalten, das soll eine bleibende Aufgabe der alljährlichen Juristenmesse sein.

    Herbstlese 2020

    - Wenn der Intellekt nach Seele dürstet - Dr. Stephanie Merckens im Gespräch mit Prof. DDr. Matthias Beck

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