Herbstlese2021-11-25T11:58:12+01:00

Rückblick auf die Herbstlese 2021

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Rudolf Welser

las Kurioses aus Gesetzgebung, Rechtsprechung und juristischen Lehrbüchern.


Am Mittwoch, dem 10.11.2021, fand die diesjährige Herbstlese der Juristenmesse im Refektorium des Franziskanerklosters in Wien statt.

Gemäß dem Zitat aus einem Gebet des heiligen Thomas Morus „Herr, schenke mir Sinn für Humor“ konnte das  Komitee der Juristenmesse Prof. Dr. Rudolf Welser, einen der bekanntesten Juristen Österreichs und Co-Autor des berühmten Lehrbuchs „Koziol/Welser“, für die Herbstlese gewinnen. Professor Welser war nicht nur fast 40 Jahre Vorstand des Instituts für Zivilrecht an der Universität Wien und ist heute Leiter der Forschungsstelle für Privatrechtsentwicklung, er ist darüber hinaus der gefeierte Autor mehrerer Bücher, die Sammlungen von  kuriosen, aber echten Gesetzen und Gerichtsurteilen und Texten aus Lehrbüchern enthalten.

Professor Welser stellt dazu fest:

„Das Recht will nicht lustig sein. Es ist im besten Fall richtig und gerecht, manchmal unverständlich, streng und unerbittlich, sogar schikanös und ungerecht. Fast jeder hat damit böse Erfahrungen gemacht.

Das Recht kann aber unfreiwillig lustig sein, recht lustig sogar: wenn es alles und jedes regeln will und dabei vor Nachthemden, dem Legegegacker von Hennen, der Krümmung von Gurken und den Knopflöchern des Richtertalars nicht halt macht; wenn´s obergescheit und bis auf das i-Tüpferl genau sein will und dabei die Sprache Purzelbäume schlägt.“

In diesem Sinne durften sich die Gäste der Herbstlese der Juristenmesse über „echtes Material“ und einen Vortrag freuen, der unterhaltsamer war als jedes Kabarett.


Hier können Sie den Vortrag von Professor Welser nachhören:


Das Komitee der Juristenmesse bedankt sich herzlichst bei Professor Welser und darf an dieser Stelle schon einmal zur Juristenmesse im kommenden Jahr einladen:

Am 23.06.2022 wird die hl. Messe zu Ehren der Heiligen Thomas Morus und John Kardinal Fisher
wiederum in der Franziskanerkirche in 1010 Wien gefeiert.

Als Zelebrant konnten wir dankenswerter Weise DDr. Peter Schipka, Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz gewinnen, welcher der Hl. Messe vorstehen wird.

für das Komitee Juristenmesse

em. RA Dr. Benedikt Spiegelfeld, Dr. Stephanie Merckens, RA Mag. Wolfgang Ruckenbauer

Anmeldung um Veranstaltungseinladungen per Mail zu erhalten

    Hier können sie sich gerne für
    unseren Verteiler anmelden,
    wenn Sie in Zukunft zu den
    Veranstaltungen der Juristenmesse
    (Hl. Messe im Juni/ Herbstlese im November)
    eingeladen werden möchten.

    „NIE HABE ICH GEDACHT, EINER SACHE ZUZUSTIMMEN, DIE GEGEN MEIN GEWISSEN WÄRE!“

    Als der englische Lordkanzler Thomas Morus 1535 den Eid auf die neue Verfassung verweigert, die König Heinrich VIII. anstelle des Papstes zum Oberhaupt der Kirche macht, wird er eingekerkert und am 6. Juli auf dem Schafott hingerichtet. 400 Jahre später spricht Papst Pius XI. den unbeugsamen Staatsmann gemeinsam mit seinem Schicksalsgefährten Kardinal John Fisher heilig.

    Weitere 35 Jahre später, am 21. Juni 1970, wird in der Thomas Morus und John Fisher geweihten Wiener Schafbergkirche die erste „Juristenmesse“ gefeiert – damals auf Einladung der Jus-Professoren Graßberger, Plöchl, Schima und Verdroß-Droßberg, später unter der Federführung des VwGH-Präsidenten Hubert Raschauer.  2006 wurde die Initiative durch seinen Neffen, Univ.-Prof. Bernhard Raschauer, wiederbelebt. Seit 2018 wurde sie vom neugegründeten „Komitee Juristenmesse“ unter der Leitung von Univ.-Prof. Gerhart Holzinger (VfGH-Präsident 2008-2017) veranstaltet. Im Hebst 2020 folgte ihm Dr. Benedikt Spiegelfeld (CERHA HEMPEL Rechtsanwälte) nach. Im Jahr 2020 konnte die hl. Messe aufgrund der besonderen Umstände nur im Livestream übertragen werden, der von Missio in deren Hauskapelle (1010 Wien) bereitgestellt wurde. Um die Innenstadtnähe zu bewahren, wird dieses Jahr (2021) die hl. Messe in der Franziskanerkirche (1010) Wien gefeiert.

    „Gewalt und Macht gehen niemals vor Recht und Wahrheit.“ Diese Worte des Hl. Thomas Morus, die auf dem Glasfenster der Schafbergkirchen-Empore verewigt sind, stehen für eine ethische Grundhaltung, die auch heute der Maßstab für ein christlich geprägtes Rechtsdenken ist. Diese Werte bewusst zu halten und durch sie den Rechtsstaat zu gestalten, das soll eine bleibende Aufgabe der alljährlichen Juristenmesse sein.

    Herbstlese 2019

    Die Herbstlese, welche die Juristenmesse ergänzt, richtet sich insbesondere an Juristen, die sich von christlichen Impulsen ansprechen lassen wollen.

    22. November 2019|
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